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Übungsdienst Betrieb der Hochwasserpumpe und Aufbau Behelfsbehälter

| Dienst / Ausbildung

Abkühlung inklusive

 

Beim gestrigen Übungsdienst verschlug es uns an die Weser in Veckerhagen. Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sollte es allerdings eher ruhig zur Sache gehen.

Es standen hier zwei Punkte auf dem Plan. Zum einen sollte die Hochwasserpumpe mal wieder in Betrieb genommen werden. Diese ist glücklicherweise eher selten im Einsatz. Doch wie bei all unseren Gerätschaften ist eine regelmäßige Prüfung der Funktionsfähigkeit wichtig. Und es gibt immer Kameraden und Kameradinnen, die den Umgang mit der Pumpe und den zugehörigen Komponenten noch nicht kennen.

Der zweite Punkt war der Aufbau eines Behelfsbehälters mittels Steckleiterteilen und einer großen Plane. Dies war vor allem vor dem Hintergrund der hohen Wald- und Flächenbrandgefahr wichtig. Wir haben zwar einen Faltbehälter mit 5.000 Liter Fassungsvermögen auf unserem Gerätewagen Nachschub verlastet, der einfach nur ausgebreitet und gefüllt werden muss. Aber eine weitere Möglichkeit zur Zwischenpufferung von größeren Wassermengen ist je nach Lagebild sehr hilfreich.

Außerdem kann dieser „Behälter“ auch genutzt werden, um größere Mengen andere Flüssigkeiten aufzufangen. Denn bei der Feuerwehr weiß man nie, welche Einsätze auf uns zukommen. Und da wir nicht für alle Eventualitäten mit Gerätschaften vorbeugen können (aufgrund der Kosten und Platz auf den Fahrzeugen), müssen wir auch mal improvisieren.

Vor Ort wurde die Hochwasserpumpe in Stellung gebracht und zwei Saugleitungen in die Weser verlegt. Aufgrund des großen Durchmessers und Gewichts dieser Saugschläuche wird hier mehr Personal als bei unseren herkömmlichen Saugschläuchen benötigt, um diese den Hang hinunter zur Weser zu bringen. Und vor allem, wenn sie später wieder hochgezogen werden müssen.

Parallel baute eine andere Gruppe den Behelfsbehälter aus insgesamt acht Leiterleiten auf. Diese wurden zu je zwei Quadraten in einander gesteckt und dann übereinandergestapelt. Mit Zurrguten und einer Leine wurden diese verbunden und die Plane eingelegt. Um die Stabilität zu testen, befüllten wir der Behälter dann mittels einer Leitung von der Hochwasserpumpe. Zur Info: die Hochwasserpumpe schafft unter Volllast bis zu 12.000 Wasser pro Minute zu fördern, was ca. 60 Badewannenfüllungen entspricht.

Nach Befüllung des Behälters waren die eigentlichen Übungsziele erreicht. Und da hier jetzt ein Pool an der Weser stand, konnten einige Kameraden nicht widerstehen und gönnten sich eine Abkühlung, bevor es an den Abbau ging.

Im Gerätehaus wurden die benutzten Schläuche aufgehängt, damit sie trocknen können. Die Gitterboxen mit Komponenten für die Hochwasserpumpe wurden vom Gerätewagen Nachschub gegen die originäre Beladung getauscht und die Pumpe noch einmal mit Trinkwasser durchgespült, damit sie während der nächsten Monate nicht versifft.

Um 20.30 Uhr bei weiterhin 30 Grad im Schatten konnten wir dann den Dienst beenden.

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